3 Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde

Lieblingsbücher - welten-bummeln.de

Heute habe ich die Blogparade „Just books“ von Stephan gefunden. Leider etwas zu spät, um daran teilzunehmen. Da mir das Thema aber sehr gut gefällt, möchte ich es selbst aufgreifen.

Ich werde heute 3 Bücher beschreiben, die ich für sehr lesenswert halte. Diese Bücher gefallen mir so gut, dass ich sie sogar mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Ich könnte sie mehrmals lesen, und trotzdem hätte ich noch Spaß an dem Text. Falls du selbst noch auf der Suche nach einem spannenden Buch für die nächste Reise bist, ist dieser Artikel genau der Richtige für dich!

 

Meine 3 Favoriten:

 

Henning Mankell: Die falsche Fährte

Henning Mankell war für mich ein Künstler, wenn es ums Verfassen von Geschichten geht. Leider ist er am 5. Oktober 2015 mit 67 Jahren verstorben. Berühmt geworden ist der schwedische Autor durch seine Krimiserie mit Kommissar Kurt Wallender. Mankell hat neben dieser Krimi Reihe auch weitere Henning Mankell - welten-bummeln.debemerkenswerte Romane geschrieben. Mich begeistert Mankell´s Stil. Sein Protagonist Kurt Wallender wird als ganz normaler Mann dargestellt, als Durchschnittsbürger wie es jeder von uns sein könnte. Er ist etwas übergewichtig, geschieden, verdient mittelmäßig viel Geld, hat eine Tochter und Probleme damit, sich zum Sport aufzuraffen. Wallander wirkt auf andere eher unnahbar, obwohl er im Grunde ein sehr sensibler und feinfühliger Mensch ist. Er ist manchmal etwas melancholisch bis depressiv, manchmal kann er auch sehr cholerisch reagieren. Was ihn ausmacht, ist seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe und seine Hingabe wenn es darum geht, einen Fall zu lösen. Auch wenn er sich immer wieder über das vorherrschende Polizeisystem in Schweden beschwert, ist er doch mit Leib und Seele Polizist.

Das Buch „Die falsche Fährte“ beginnt mit dem Selbstmord einer jungen Frau. Vor den Augen von Wallander verbrennt das Mädchen in einem Kornfeld. Im weiteren Verlauf der Geschichte passieren tragische Morde an wichtigen Persönlichkeiten. Wallander und sein Team tappen bei der Fahndung des Täters lange im Dunklen. Was die Ermittler erst später erkennen: Die Ermordeten haben selbst auch keine weiße Weste gehabt. Im weiteren Verlauf werden Zusammenhänge zwischen dem Selbstmord der Frau und den Morden sichtbar. Das Ende der Geschichte ist aufrüttelnd und erschütternd zugleich.

 

Rita Falk: Sauerkrautkoma – Ein Provinz Krimi

Wer auf Geschichten steht, bei denen man während des Lesens immer wieder laut auflachen kann, ist mit den Eberhofer-Krimis von Rita Falk bestens bedient. Die Krimiserie handelt von dem bayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer. In seiner Heimatstadt Niederkaltenkirchen sorgt er für Recht und Sauerkrautkoma - welten-bummeln.deOrdnung. Während Eberhofer in jedem Krimiband einen neuen Fall zu lösen hat, erfährt man auch sehr viel von seinen privaten Leben und seinen persönlichen Ansichten. Franz lebt zusammen mit seiner Oma und seinen Vater auf einem Hof. Die beiden sind interessante Charaktere. Die Oma schwerhörig, wenn sie etwas nicht hören möchte, süchtig nach Sonderangeboten und eine begnadete Köchin. Der Vater raucht regelmäßig Joints aus Eigenproduktion und horcht dabei die Beatles. Franz selbst ist ein Vollblutpolizist. Wenn man sich so einsetzt für seinen Job, hat man auch öfters mal Hunger. Am liebsten isst er dann die Leberkassemmerl vom Simmerl oder ein gutes Essen von der Oma. Jeden Tag dreht Franz eine Runde mit dem Ludwig, seinem Hund. Enthaltsam lebt Franz natürlich auch nicht. Da gibt´s noch die Susi, sein Gspusi. Über die Krimiserie hinweg kann man über die turbulente Liebesgeschichte der beiden schmunzeln.

Im Band „Sauerkrautkoma“ wird Franz nach München versetzt. Dort wird der gleich mit seinem ersten Fall konfrontiert: Er findet eine Leiche im Kofferraum. Als wäre diese Aufregung nicht genug, drängen Franz Freunde ihn, die Susi zu heiraten. Vorbei ist´s mit dem gemütlichen Leben in der Provinz. Wenn das kein Stress ist!

 

Denise Linke: Nicht normal, aber das richtig gut

Das Buch von Denise Linke habe ich erst vor kurzem gelesen, und es hat einen bleibenden Eindruck gelassen. Die Autorin hat das Asperger Syndrom Denise Linke - welten-bummeln.de(Form von Autismus) und ADHS. Sie erführ von ihrem  Autismus im Jahr 2011, die ADHS Diagnose erhielt sie im Jahr 2014. Im Buch beschreibt sie ihr Leben von der Schulzeit weg bis ins Erwachsenenalter. Auf radikal ehrliche Weise offenbart sie dem Leser ihre Gedanken, Ängste, Ansichten und Träume. Sie erzählt von ihrer schwierigen Schullaufbahn, und wie durch einen Wechsel in eine integrative Gesamtschule sich vieles zum Guten gewandt hat. Linke beschreibt auf leicht verständliche Art, welche Auswirkungen ihr Asperger Autismus und ihr ADHS auf ihr Leben haben. Mit Vorurteilen räumt sie auf. Sie gibt einen intimen Einblick in ihr Leben. Ihre Geschichte verführt einem manchmal zu einem Schmunzeln, ein anderes Mal regt sie zum Nachdenken an. Sie erzählt, welche Schwierigkeiten ihr Smalltalk bereitet, warum ein Tag unter Menschen sie auslaugt und wie es ist, sich „anders zu fühlen“. Mit ihre Buch und ihrem Magazin N#MMER will sie die Gesellschaft verändern. Sie fordert, Diversität als Chance anzusehen, und nicht um jeden Preis Konformität anzustreben.

 

Das Schreiben dieses Artikels hat mir sehr viel Spaß gemacht, da ich mich wieder in diese großartigen Geschichten hineinversetzten konnte. Mit diesen drei Büchern würde mir auf einer einsamen Insel garantiert nicht langweilig werden! 😉

 

Alles Liebe, Isa